Seniorengruppe der Lebenshilfe Heidenheim besucht die Altenpflegeklasse BFA 3.1 in der Maria-von-Linden-Schule

Eine außerordentlich bereichernde Begegnung fand am 01.März 2016 in der Klasse BFA 3.1 unserer Altenpflegeschule statt. Im Rahmen ihrer Projektarbeit im Bereich der Gerontologie zum Thema „Behinderungen im Alter“ entschieden sich die Schülerinnen Frau Langenbucher und Frau Sturm die Seniorengruppe des Wohnbereichs der Lebenshilfe in Heidenheim zu besuchen. Einen Tag lang durften sie dort in der Pflege mitarbeiten und gemeinsam mit den Senioren Zeit verbringen. Die Schülerinnen waren von diesen Erfahrungen so begeistert, dass beide den Wunsch äußerten, dort beruflich tätig zu werden.

Die Wohngruppenleitung unterstützte dann auch die Einladung der Schülerinnen zu einem Besuch der Senioren in unserer Schule.

Am 01.03.16 war es dann soweit. Die Wohngruppenleiterin, Frau Regina Redike, kam mit 7 Senioren und einem persönlichen Helfer an unsere Schule. Die Senioren konnten die Präsentation der beiden Schülerinnen live miterleben und berichteten auch aus ihrem Leben. Der Besuch klang bei einem gemeinsamen Frühstück mit lebhaftem und lustigem Beisammensein aus.

Dieses fröhliche Zusammensein wird allen als unvergessliches Erlebnis in Erinnerung bleiben.

Die Klasse BFA 3.1

Die begleitenden Lehrkräfte Frau Dr. Eray und Frau Förstner-Gyandu

Mitglieder des Fairtrade-Teams der MvL warem am 7.Dezember beim ersten Fair-Trade-Schools-Kongress in Stuttgart. Hier weitere Informationen.

Im Rahmen der Projekttage an der MvL haben drei Schüler die Preise von fair gehandelten Lebensmitteln genauer unter die Lupe genomen. Hier das Ergebnis:

Da ein häufiges Gegenargument bezüglich des Kaufs von fair gehandelten Produkten der zu hohe Preis ist, haben wir den angeblich unzumutbaren Preis überprüft.

Wir haben in unterschiedlichen Lebensmittelgeschäften Heidenheims die Preise von fair gehandelten Produkten und konventioneller Ware verglichen.

Dabei ließ sich keine klare Regel feststellen. Wir sind auf Negativbeispiele gestoßen, die aus für uns unersichtliche Gründen hohe Preise verlangt haben, wie zum Beispiel das „Crunchy Muesli Zartbitterschokolade und Haselnüsse“ von Brüggen im Kaufland für 7,71€/kg und dabei auch noch einen FairTrade Anteil von lediglich 32% aufweist.

Meistens wurden wir aber eher positiv überrascht, da die Preisunterschiede sehr wohl vertretbar waren. Beispielsweise ist der FairTrade Mango Nektar von Dietz im Kaufland nur 0,10€ teurer als sein konventioneller Vertreter vom gleichen Hersteller.

Ein FairTrade Chardonnay (Weißwein), trocken, Jahrgang 2014 aus Südafrika kostest 4,79€/l (Fair gehandelter Anteil: 100%). Die „normal“ gehandelte Version aus dem darauffolgenden Jahrgang kostet 3,32€/l. Natürlich ist hier ein deutlicher Preisunterschied festzustellen. Allerdings sollte man das in Relation zur Verwendung sehen. Weißwein trinkt man nicht jeden Tag und auch nicht in großen Mengen. Sollte man ihn nur zum Kochen verwenden, benötigt man noch weniger davon. Somit wirkt sich dieser Preisunterschied kaum aus.

Bei unserer Recherche stießen wir auch auf FairTrade-Produkte, die günstiger waren, als Vergleichsproduke. Der faire Jasminreis im Kaufland kostet 2,98€/kg, während der „normale“ Jasminreis 3,99€/kg kostet. Hier ist das faire Produkt um über 25% billiger! Da sollten selbst notorische Nein-Sager besänftigt sein.

Auch beim Kaffee waren die FairTrade-Varianten teilweise günstiger. Der teure Kaffee „Feine Milde 100% Arabica gemahlen“ von Tchibo mit 11,98€/kg ist ein Beispiel für die herkömmlichen Kaffees. Trotz des hohen Preises, der auch auf den Markennamen zurückzuführen ist, wird dieser Kaffee viel gekauft. Der „Café Latina FairTrade Arabica“ aus dem Netto kostet nur 10,98€/kg. Wer also den zuerst genannten Kaffee trinkt, sollte sich nicht über die „zu hohen“ Preise der fair gehandelten Produkte beschweren, denn diese können sehr wohl auch billiger sein. Auch Leute, die billigeren Kaffee bevorzugen kommen auf ihre Kosten. Der konventionelle „Montana Premium“ von Melitta aus dem Kaufland kostet 9,98€/kg. Der „FairTrade Arabica Kaffee“ von BioPur, im selben Geschäft erhältlich, kostet allerdings genauso viel. Demnach sind auch hier keine Ausreden möglich.

Bei Schokolade können wir genauso schöne Ergebnisse liefern. Besonders Rewe beeindruckt hier, da sie mehrere Sorten fair gehandelter Schokolade für nur 0,79€/100g anbieten. Der Anteil der fair gehandelten Zutaten liegt hier je nach Sorte zwischen 62,6% (Nougat) und 99,5% (Zartbitter). Die beliebtesten Marken Milka (Regelpreis: 1,09€/100g) und Ritter Sport (Regelpreis: 0,99€/100g) sind wesentlich teurer. „Die gute Schokolade“ kostet in Kaufland und Rewe 1€ und ist ebenfalls fair gehandelt. Der Hersteller dieser Schokolade beteiligt sich zusätzlich am Projekt Plant for the Planet und schafft es dennoch seine Schokolade billiger anzubieten, als Milka. Ebenfalls zu erwähnen ist es, dass die Schokoladen der FairTrade-Company „GEPA“ im Weltladen Heidenheim billiger sind, als in anderen Lebensmittelgeschäften.

Oft ist der einzige Grund, warum wir nicht zu FairTrade-Produkten greifen, obwohl sie kaum oder nicht teurer sind, wenn nicht sogar billiger, unsere festsitzenden Einkaufgewohnheiten oder die Ablehnung gegenüber Neuem. Dies zu ändern ist nicht schwer, wenn man den Willen dazu hat und sich bewusst macht, was es bedeutet fairen Handel zu unterstützen. Denn über vieles worüber wir uns täglich ärgern, können arme Bauern und Arbeiter in Dritt-Welt-Ländern nur lachen. Dort arbeiten die Menschen zu Löhnen mit denen sie kaum ihre Familien ernähren können unter Arbeitsbedingungen, die für uns kaum vorstellbar sind, nur um unseren Bedarf an Luxusgütern zu decken. Daher tragen auch wir eine große Verantwortung an den Lebensbedingungen dieser Menschen. Faire Löhne sind ein großer Schritt in die richtige Richtung und ermöglichen den Arbeitern ein menschenwürdiges Leben. Vielleicht sollten wir nicht vergessen, dass es uns genauso gehen würde, wenn wir in diesen Gebieten geboren wären.

 

Seit dem Schuljahr 2015/ 16 werden an der Maria-von-Linden-Schule auch Schüler/Innen ohne Deutschkenntnisse  in der Schulart VABO unterrichtet. Die

„Das machen wir nächstes Jahr noch einmal“. So lautet das durchweg positive Fazit der Projekttage unserer Schule.

Nach mehrjähriger Pause haben sich Schüler- und Lehrerschaft der Maria-von-Linden-Schule in Heidenheim dazu entschlossen, in diesem Jahr zwei Projekttage zum Schuljahresende zu veranstalten. Und das mit überwältigendem Erfolg. Egal ob kreativ, sportlich oder informativ, alle Projekte kommen zu dem Schluss, dass die offene Lernatmosphäre nicht nur die Interessen der Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer berücksichtigt hat, sondern auch den Spaß an der Schule fördert.

Zur Auswahl standen mehr als 30 Projekte, die überwiegend von den Schülerinnen und Schülern selbst initiiert und betreut wurden. So mancher stand dieser von der SMV gewünschten, unter Mithilfe der Verbindungslehrer Frau Schöne und Herrn Beck betreuten Selbstorganisation zunächst skeptisch gegenüber. Doch diese Zweifel wurden schnell ausgeräumt. Die jugendlichen Projektleiterinnen und -leiter entwarfen eigene Präsentationen oder sogar ganze Skripte für ihr Projektthema. Dabei wurden zum Teil auch die Rollen getauscht. Manch Kollege lauschte gebannt den Vorträgen der Schülerinnen und Schüler und konnte dabei auch noch etwas lernen. Einige Projekte wurden sogar außerhalb des Schulhauses abgehalten, um Reiten oder Wassersport betreiben zu können.

Mit vollem Körpereinsatz ging es bei der Ballsportgruppe voran. Wer sich mal so richtig auspowern wollte, konnte beim Volleyball oder Fußball sein Talent unter Beweis stellen. Dabei ging es in abenteuerlichem Tempo hin und her. Ein Sieg gegen das Lehrerteam ist nicht zuletzt ein ganz besonderer Erfolg für das Schülerteam gewesen.

Foto Ballsport

Mit nicht weniger körperlichem Einsatz gingen die Damen der Nähgruppe ans Werk. Aus nachhaltigen Stoffen schufen sie innerhalb von nur zwei Tagen ihre eigenen Kleider oder Shirts. Dabei wurde gezielt darauf geachtet, dass alle Schritte von Hand selbst durchgeführt wurden. Wie man sieht, kann die selbstkreierte Mode auf den Laufstegen dieser Welt durchaus mithalten.

Foto Nähen

Wie multikulturell unsere Welt doch ist, zeigte sich an der Anzahl der Projekte zu verschiedenen Sprachen. Hier konnte jeder grundlegende sprachliche Fähigkeiten in Italienisch, Spanisch oder sogar in Chinesisch erwerben. Jede dieser Gruppen beschränkte sich allerdings nicht bloß darauf, Sprachkenntnisse zu erweitern, es wurde stattdessen ein umfangreiches kulturelles Hintergrundbild geschaffen. Und wer kann sich dem Genuss des lateinamerikanischen Zumbas oder der italienischen Gourmet-Spezialitäten schon entziehen?

Foto China, Zumba, Italoessen

Wer eher auf fruchtige Freuden für den Gaumen steht, konnte sich in der Cocktail-Gruppe verwöhnen lassen, natürlich streng alkoholfrei. Es wurden herrlich aussehende Cocktails nach Originalrezepten zubereitet, genau das Richtige bei dem warm-schwülen Sommerwetter. Darüber hinaus konnten die Schülerinnen und Schüler selbst kreativ werden und ihre eigenen Cocktail-Mischungen entwerfen, welche in einer Bar im Foyer regen Anklang fanden. Prost, auf ein gelungenes Projekt!

Foto Cocktails

Wer auf andere Weise kreativ sein wollte, konnte seinen Taschenkalender, nach dem Handy das zweitwichtigste Utensil eines jeden Schülers, aufmöbeln. Dabei konnte von Stoffen über Zeitschriften bis hin zu Stickern und Glitzer alles verwendet werden. Wer kann schon von sich behaupten, einen komplett individuell gestalteten Kalender zu besitzen?

Foto Kalender

Wem das Verschönern des eigenen Kalenders zu einfach war, der konnte gleich am lebenden Objekt üben. Im Salon der Körperpfleger konnten interessierte Schülerinnen und Schüler neue Styles entdecken. Make-Up, Haarschnitt und Nägel wurden optimal an die Gesichtszüge und den Hauttyp der einzelnen Probandinnen angepasst. Auf diese Weise lernten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht nur, wie man Schminkutensilien optimal einsetzt, sie erhielten auch gleich eine kostenlose Style-Beratung dazu.

Foto Frisöre

Eine Beratung erhielten auch die Teilnehmerinnen des Projektes, das sich mit glutenfreien Nahrungsmitteln beschäftigte. Ziel war es, ein ausgewogenes, gesundes und trotzdem schmackhaftes Frühstück zu zaubern. Glutenfreie Produkte können nämlich auch lecker sein. Durch den Besuch im Bioladen lernten die Schülerinnen viele neue Produkte kennen und erweiterten ihren Ernährungshorizont.

Foto Glutenfrei

Dass auch die Lehrerinnen und Lehrer ihren Horizont erweitern konnten, wurde in der Powerpoint-Gruppe deutlich. Mittels moderner Technik konnten die Schüler beweisen, dass sie echte Profis am PC sind und der älteren Generation zeigen, mit welchen Tricks eine gelungene Präsentation entsteht.

Foto Powerpoint

Modernste Technik kam auch bei der Portrait-Fotografie zum Einsatz. Ein Foto schießen kann jeder, aber erst die richtigen Lichtverhältnisse und Kameraeinstellungen machen ein Portrait zu einer guten Aufnahme. Wie das Optimum aus einem Model herausgeholt werden kann, zeigt das untere Beispiel.

Foto Foto

Eine ganz andere Technik legten auch die Armstricker an den Tag. Wolle wurde ohne weitere Hilfsmittel um die Hand gewickelt und mit Hilfe einer Online-Anleitung zu beeindruckenden Produkten verstrickt. Wer hier den Durchblick wahrte, konnte sich am Ende mit einem famos Schal oder einer hübschen Tasche belohnen.

Foto Armstricker

Belohnen konnten sich auch die Hefeteig-Bäckerinnen mit ihren eigens hergestellten Nahrungsmitteln. Am ersten Tag wurden in den schuleigenen Küchen salzige Teige im neuen Pizzaofen zubereitet, die herzhaft belegt wurden. Auf diese Weise entstanden neben Pizza und Brot auch leckere Hefeschnecken. Dass Hefeteig auch für Süßspeisen geeignet ist, wurde am zweiten Tag bewiesen. Diesmal entstanden süße Nusshörnchen oder herrliche Apfelkuchen. Selbst Dampfnudeln wurden fabriziert und anschließend natürlich auch verzehrt. Guten Appetit!

Foto Küche

Nicht nur die Geschmacksnerven, sondern auch die anderen Sinne wurden in den Projekttagen geschärft. So gab es in dem Gitarrenkurs für Anfänger etwas auf die Ohren. Auch wenn kein neuer Jimi Hendrix entdeckt wurde, so konnte am Ende doch jeder Teilnehmer die Akkorde von Lady in Black problemlos nachspielen.

Foto Gitarrenkurs

Auch visuelle Reize wurden angesprochen. Die Anime und Manga Gruppe zeigte höchste Kreativität bei der Erstellung eigener Zeichnungen. An populären Vorlagen wurde geübt, bekannte Figuren nachzuzeichnen. Aber auch die eigene Kreativität kam nicht zu kurz. So konnten viele Phantasiefiguren geschaffen werden.

Foto Manga

Mit verschiedenen Düften arbeitete die Projektgruppe rund um das Thema Seife. Die Schülerinnen konnten im Chemielabor ihre eigenen Aromastoffe zusammenmischen und daraus eigene Seifen oder individuellen Lipgloss herstellen. Unter ständigem Rühren entstanden hervorragende Produkte, die leider nicht käuflich zu erwerben sind.

Foto Seife

Mit dem Thema Konsum und fairer Handel beschäftigte sich eine weitere Gruppe, die in ihrem Projekt einen Bericht erstellte, der darlegt, dass Fairtrade-Produkte gar nicht viel teurer als herkömmliche Produkte sind, dafür aber einen wichtigen sozialen Beitrag für das Leben in der Einen Welt liefern. Damit leistete die Gruppe einen wichtigen Teil auf dem Weg zur Zertifizierung der MvL als Fairtrade-Schule.

Foto Fair

Dass unsere Schule offen für viele sinnvolle Dinge ist, belegt auch die Tatsache, dass extra ein Muay Thai Trainer eingeladen wurde, der interessierten Schülerinnen und Schülern diese asiatische Kampfsporttechnik näherbringen konnte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten in der Turnhalle grundlegende Techniken zur Selbstverteidigung und wie im Handumdrehen Angreifer mit einfachsten Mitteln zu stellen sind.

Foto Muay Thai

Darüber hinaus gab es etliche weitere Projekte, die sich mit ganz verschiedenen Themen auseinandersetzten. Vom Schnupperpraktikum in fremden Schulen über das Leben im Wald bis hin zur Krebshilfe. Zuletzt sollte ein Projekt nicht unerwähnt bleiben, das sich mit der Verschönerung des SMV-Zimmers beschäftigte. Ein kurzer Besuch im Baumarkt und diversen Einrichtungsmärkten legte den Grundstein für die Generalüberholung des Raumes. Entstanden ist ein gemütliches Ambiente mit asiatischem Touch, das alle Schülerinnen und Schüler zum Verweilen einlädt.

Foto SMV-Raum

Unter solch angenehmen Arbeitsbedingungen lässt sich die nächste Projektwoche hervorragend planen, sodass einem solchen Ereignis im nächsten Schuljahr nichts mehr im Wege steht. Der Dank geht an alle Projektleiterinnen und Projektleiter sowie alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die dazu beigetragen haben, dass die Projekttage ein voller Erfolg wurden.

Jan Rennau